Konzerte im Sommersaal · Saison 2017

»Lob der Musik«

Wo man singt, das lieblich klingt,
all Traurigkeit muss weichen.
Drum lobt und ehrt die Musik wert,
die Kunst hat nicht ihrs gleichen.
(Sethus Calvisius, 1556–1615)

Dieses »Lob der Musik« von Calvisius, einem berühmten Vorgänger Johann Sebastian Bachs im Amt des Thomaskantors im 16. Jahrhundert, wird in den diesjährigen Konzerten im Sommersaal  durch eine Vielzahl von vokalen Programmen gegenwärtig und lebendig.


Bereits Luther gab dem »gesungenen Wort«, dem Lied, dem Singen eine besondere Bedeutung. Und so werden im Jubiläumsjahr der Reformation, wie auch zum 250. Todestag G. P. Telemanns, eine Reihe von Liedern und Kantaten zu Gehör gebracht, die nicht nur vergangenen Generationen bekannt waren. Auch die jüngsten Thomaner haben sie immer noch auf den Lippen.


Die Camerata Bachiensis, ein junges Ensemble, das sich der Aufführung von Kompositionen Mitteldeutscher Barockmeister, also auch Zeitgenossen aus dem Umfeld J. S. Bachs, verschrieben hat, ist das neue Ensemble in residence des Bach-Museums. Das Ensemble, das schon mehrere  Preise bei Kammermusik-Wettbewerben gewonnen hat, wird in zwei Konzerten selten aufgeführte Werke präsentieren, die zweifelsohne Beachtung verdienen.


Seien sie dazu herzlich eingeladen!

22.01.2017 | 15.00 h: Collegium studiorum – Improvisationen von der Renaissance bis zum Barock

Studierende der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig, Fachrichtung Alte Musik, improvisieren unter Leitung von Jostein Gundersen und Martin Erhardt
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Die Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Foto: Bertram Bölkow

 

Es ist schon zur Tradition geworden, dass die Studierenden der Fachrichtung Alte Musik sich in diesem Konzert dem kollektiven Empfinden und  Erfinden annähern und so die Kunst des Improvisierens üben. Auch wenn es musikalisch Vorgaben gibt, angeregt durch den schöpferischen Umgang mit dem eigenen Instrument und mit den Mitspielern entsteht unmittelbar und im Moment »Neues«.

19.02.2017 | 15.00 h: Bach und die italienischen Vorbilder – Notenspur-Salon

- A. Corelli: Sonate D-Dur, op. 5 Nr. 1
- G. B. Fontana: Sonata terza
- J. S. Bach: Italienisches Konzert F-Dur, BWV 971
- A. Vivaldi: Sonate d-Moll, op. 2 Nr. 3, RV 14
- J. S. Bach: Sonate G-Dur, BWV 1021
- J. S. Bach: Chaconne d-Moll, aus: Partita d-Moll, BWV 1004
- J. S. Bach: Sonate A-Dur, BWV 1015


Bernhard Forck (Violine), Hildegard Saretz (Cembalo)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Arcangelo Corelli


Die italienische Musik des 17. und 18. Jahrhunderts beeinflusste das musikalische Geschehen in ganz Europa. J. S. Bachs intensive Beschäftigung mit Werken bekannter italienischer Komponisten, die teils in seiner Notenbibliothek zu finden waren, inspirierte ihn zu Bearbeitungen von Konzerten zum Beispiel von Vivaldi und auch zu eigenen Kompositionen, die ganz nach italienischen Formen und Stil entstanden.

19.03.2017 | 15.00 h: Mitteldeutsche Barockmeister

- L. A. Dornel: Sonate en quatuor
- G. P. Telemann: Concerto G-Dur, TWV 43: G1
- G. P. Telemann: Suite A-Dur, TWV 32: 14
- J. B. de Boismortier: Sonate G-Dur, op. 51 Nr. 1
- G. P. Telemann: Quartett C-Dur, TWV 43: C1


Camerata Bachiensis (Ensemble in residence): Roberto De Franceschi (Traversflöte), Anne Kaun (Violine), Magdalena Schenk-Bader (Violine, Viola) · Philipp Weihrauch (Violoncello), Julia Chmielewska-Ulbrich (Cembalo)

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00


Camerata Bachiensis
 

Georg Philipp Telemanns, dessen Todestag sich 2017 zum 250. Mal jährt, ist zweifellos einer der bekanntesten deutschen Komponisten des 18. Jahrhunderts.  Mit mehreren Tausend verzeichneten geistlichen, weltlichen und Instrumentalwerken verschiedenster Musikgattungen, gilt er als einer der produktivsten Komponisten der Musikgeschichte.

26.03.2017 | 15.00 h: »Singt Psalmen, in denen ihr Gott Dank sagt ...«

Luther, Bach und die Kraft der Musik
Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores, Alexandra Röseler (Moderation, Mezzosopran), Frank Zimpel (Cembalo)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00
 

Martin Luther (Kupferstich von Johann Georg Mentzel)

 

Zur Erneuerung des Gottesdienstes setzte Luther auf die Macht der Musik, des selber gesungenen geistlichen Liedes. Bach vertonte zahlreiche von Luthers Liedtexten. Die Kinder der Bach-Familie haben viele Vertonungen der Luther-Choräle gesungen und auch Anna Magdalena selbst hat den Ausspruch aus der Luther-Bibel ihrer Familie »Die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes« wohl oftmals vorgetragen.

16.04.2017 | 15.00 h: »amor & rosignolo«

- A. Scarlatti: Si suoni la tromba
- A. Scarlatti: Mio tesoro
- A. Scarlatti: Con voce festiva
- Anonymus: Sonate C-Dur
- G. P. Telemann: Sommer-Lust, TWV 29: 70
- G. P. Telemann: Jeder sein eigner Richter, TWV 29: 86
- G. P. Telemann: Mittel-Stand, TWV 29: 72
- A. Corelli: Preludio. Largo – Sarabande. Largo cantabile, aus: Sonate e-Moll, op. 5 Nr. 8
- G. Finger: Sonate F-Dur
- F. Mancini: Quanto dolce è quell’ ardore
- B. Pasquini: Variationi sopra la follia
- B. Pasquini: Partite diversi di follia
- A. Melani: All’armi pensieri


Friederike Holzhausen (Sopran), Susanne Ehrhardt (Blockflöte, Klarinette, Chalumeau), Susanne Erdmann (Cembalo, Orgel)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00
 

 

Susanne Ehrhardt Trio

 

Zu allen Zeiten haben sich die Komponisten von den Elementen der Natur inspirieren lassen. In barocken Opern finden sich zum Beispiel verliebte Nachtigallen, die den Frühling besingen. Und ebenso wird oft die ersehnte oder erfüllte Liebe im Duett zwischen menschlichem Gesang und der instrumentalen Imitation des tierischen Vorbildes dargestellt. Der besondere Klang einzelner Blasinstrumente unterstützt dabei diese Wahrnehmungen.

07.05.2017 | 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach und Frühlingslieder

Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores, Alexandra Röseler (Moderation, Mezzosopran, Cembalo)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00


Zukünftige Thomaner im Barockkostüm

 

Der Thomanernachwuchs zeigt wieder, was er kann! In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden und auch das interessierte Publikum sängerisch mit einzubeziehen.

 

28.05.2017 | 15.00 h: Ein neues Lied – Musik um Martin Luther

Werke von J. Walter, L. Senfl, H. Isaac u. a.
Kathleen Danke (Sopran) · La Villanella Basel: Claudia Nauheim (Blockflöte), Laura Frey (Viola da gamba), Irene Klein (Viola da gamba), Mechthild Winter (Orgel, Virginal)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

La Villanella Basel

 

Martin Luther prägte unumstritten seine Zeit in höchstem Maße. Auch in der Musik gab es einschneidende Veränderungen. Deutlich wird dies in den Liedsätzen seines Freundes Johann Walter auf Texte Luthers, die natürlich in deutscher, einfacher Sprache sind. Aber auch in mitreißenden, rhythmisch-virtuosen Tanzstücken und wundervoll innigen, ergreifenden Liebesliedern wird diese Zeit lebendig.

28.07.2017 | 20.00 h | Thomaskirche: In memoriam

J. S. Bach: Vor deinen Thron tret ich hiermit, BWV 668 · J. S. Bach: Messe A-Dur, BWV 234 · G. P. Telemann: Schwanengesang, TWV 4: 6
Solisten, Leipziger Cantorey, Sächsisches Barockorchester, Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz
Kartenpreis: € 29,00 / 21,00 / 13,00
Eine Kooperation zwischen MDR Musiksommer, Bach-Archiv und Thomaskirche Leipzig

Tickets unter http://www.mdr-tickets.de/23-In-Memoriam/Leipzig-Thomaskirche/28-07-2017_19-30.html

 

Leipziger Cantorey

 

46 Jahre war Telemann städtischer Musikdirektor von Hamburg. Von acht Bürgermeistern hat er sich in dieser Amtszeit mit Trauermusiken verabschiedet – doch von keinem in so innigem Ton wie von Garlieb Sillem. Der textete seinen »Schwanengesang« selbst, den Telemann in ergreifende Töne fasste. Die Leipziger Cantorey stellt dem Meisterwerk eine Bach’sche Rarität gegenüber: Nur fünf Messkompositionen sind vom Thomaskantor Bach erhalten. Vier davon bezeichnet die Musikwelt heute als »Lutherische Messen«, folgen sie doch der protestantischen Tradition der Kurzmesse, die nur Kyrie und Gloria vertont. Mit der A-Dur-Messe BWV 234 präsentiert die Leipziger Cantorey eines dieser knappen, doch musikalisch höchst gehaltvollen Werke.

17.09.2017 | 15.00 h: Die singende Geographie

Werke von G. P. Telemann
ensemble raccanto: Andreas Pehl (Countertenor), Brendan O’Donnell (Blockflöte), Robert Schröter (Cembalo, Orgel)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Andreas Pehl

 

Die Musiker begeben sich mit dem Komponisten auf eine Reise durch Europa. Bekanntlich hat Telemann in vielen seiner Werke Traditionen aus verschiedenen europäischen Ländern einfließen lassen. Arien aus italienischen Generalbasskantaten, eine Arie in Dänisch, Lieder in deutscher Sprache, Instrumentalstücke nach »französischen  Geschmack« erklingen und vermitteln eine Vielfalt der Stile.


Karte des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation

15.10.2017 | 15.00 h: Mitteldeutsche Barockmeister

Geistliche und weltliche Kantaten von G. P. Telemann, F. W. Zachow und R. Keiser
Anna Kellnhofer (Sopran), Camerata Bachiensis (Ensemble in residence): Roberto De Franceschi (Oboe, Traversflöte), Anne Kaun (Violine, Viola), Friederike Lehnert (Violine, Viola), Magdalena Schenk-Bader (Violine, Viola), Isolde Winter (Violoncello), Julia Chmielewska-Ulbrich (Cembalo, Truhenorgel)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Camerata Bachiensis

 

Das Leipziger Ensemble für Alte Musik Camerata Bachiensis wurde 2012 gegründet. Seine Mitglieder, zu denen auch Absolventen der hiesigen Hochschule für Musik zählen, spielen auf historischen Instrumenten oder deren Kopien und legen Wert auf eine historisch informierte Aufführungspraxis. Gleichzeitig bewahrt sich das Ensemble einen dynamischen, spontanen und sehr persönlichen Zugang zur Welt der Alten Musik.

19.11.2017 | 15.00 h: »Herr, auf dich traue ich«

Werke von D. Buxtehude, H. Schütz, S. Scheidt
Gesine Adler (Sopran), Friederike Otto (Zink), Claudia Mende (Violine), Benjamin Dreßler (Violone), Zita Mikijanska (Cembalo)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Samuel Scheidt. Kupferstich (1624)

 

Im Konzert werden vokale und instrumentale Werke mittel- und norddeutscher Komponisten vorgestellt. Die ausgewählten Komponisten verbindet die Orientierung an den musikalischen Errungenschaften Italiens. Einige, wie zum Beispiel Heinrich Schütz oder Johann Rosenmüller, reisten zum Studium des neuen konzertierenden Stils dorthin.

10.12.2017 | 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein von Anna Magdalena Bach und weihnachtliche Gesänge

Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores, Alexandra Röseler (Moderation, Mezzosopran, Cembalo)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Zukünftige Thomaner im Barockkostüm

Der Thomanernachwuchs zeigt, was er kann! In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden und auch das interessierte Publikum sängerisch mit einzubeziehen.

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