»Herr, auf dich traue ich«

Konzert im Sommersaal am 19.11.2017, 15.00 h

Dieterich Buxtehude (1637–1707)
O clemens, o mitis, o coelestis Pater, BuxWV 82

Johann Rosenmüller (um 1619–1684)
Paduan à 3

Christoph Bernhard (1627/28–1692)
Aus der Tiefe ruf ich, Herr, zu dir

Johann Erasmus Kindermann (1616–1655)
Sonata

Heinrich Schütz (1585–1672)
Eile mich, Gott, zu erretten, SWV 282

Andreas Hammerschmidt (1611/12–1675)
Canzon à 3

Samuel Scheidt (1587–1654)
Wir glauben all an einen Gott, SSWV 102

Heinrich Schütz
Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Nam, SWV 343

Heinrich Schütz
Das Benedicite vor dem Essen, SWV 429

Samuel Scheidt
Suite

Dieterich Buxtehude
Herr, auf dich traue ich, BuxWV 35
 

 

Gesine Adler, Sopran

Ensemble Noema
Friederike Otto, Zink
Claudia Mende, Violine
Katharina Holzhey, Viola da gamba
Benjamin Dreßler, Violone
Zita Mikijanska, Cembalo, Orgel

 

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

Karten hier.

 

Mit unserem Programm »Herr, auf dich traue ich« möchten wir vokale und instrumentale Werke mittel- und norddeutscher Komponisten vorstellen. Die ausgewählten Komponisten verbindet die Orientierung an den musikalischen Errungenschaften Italiens. Einige, wie zum Beispiel Heinrich Schütz oder Johann Rosenmüller, reisten zum Studium des neuen konzertierenden Stils sogar dorthin. Den Rahmen bilden zwei Kantaten für Sopran und Instrumente von Dietrich Buxtehude. Man kann davon ausgehen, dass die zwei klein besetzten Kantaten zu den berühmten Lübecker Abendmusiken musiziert wurden. Selbst Johann Sebastian Bach machte sich von Arnstadt aus zu Fuß nach Lübeck auf, um den großen nordischen Meister zu hören und von ihm zu lernen. Der gängigen Musizierpraxis der Zeit entsprechend wird im folgenden Stück »Wohl dem, der nicht wandelt im Reich der Gottlosen« von Heinrich Schütz nur eine der beiden Singstimmen tatsächlich vokal wiedergegeben, die andere von einem Instrument gespielt. Von Johann Rosenmüller erklingen zwei Sonaten in unterschiedlicher Besetzung, die beide deutlich von der neuartigen farbigen Gestik der venezianischen Opern- und Kammermusik geprägt sind. Neben H. Schütz war Andreas Hammerschmidt der zu seiner Zeit populärste Komponist für sakrale Kompositionen in Deutschland. Er war als Organist in Freiberg (Sachsen) und Zittau tätig. Das Vorbild für den konzertierenden Stil seiner Instrumentalcanzonen war Italien, hier erreichte diese Gattung bereits Ende des 16. Jahrhunderts eine Hochblüte. Eine Suite des Hallenser Organisten Samuel Scheidt erklingt in der reizvollen gemischten Instrumentierung für Bläser und Streicher. Die einzelnen Sätze haben wir ihrem Charakter und der Tonart gemäß zu einer Suite zusammengestellt, da Scheidt sie in seiner Ausgabe nach Satztypen ordnet.

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