Konzerte im Sommersaal · Saison 2020

»... In der Mitte der Harmonie ...«

19. Januar / 23. Februar / 22. März / 19. April / 10. & 24. Mai / 20. September / 18. Oktober / 15. November und 6. Dezember 2020, jeweils 15.00 h

 

Auch außerhalb des Bachfestes veranstalten wir Konzerte – in unserem kleinen barocken Saal. Im Fokus der diesjährigen Konzerte im Sommersaal stehen Werke Johann Sebastian Bachs, seiner Vorgänger und Nachfolger. Aufgezeigt werden Quellen, auf die Bachs Werke zurückgehen, sowie die Prägung nachfolgender Komponisten durch Bachs Kompositionstechniken.

 

Einer dieser Komponisten war Ludwig van Beethoven. Bereits als Kind studierte er unter seinem Bonner Lehrer C. F. Neefe die Klavierwerke Bachs. In Wien setzte er die Auseinandersetzung mit Bach fort und spielte im Salon des Baron von Swieten regelmäßig dessen Werke.

 

Der erste Bach-Biograph Johann Nikolaus Forkel (1749–1818) sah in Bach den »größten Harmonisten aller Zeiten«. Bereits um 1800 war dies eine stehende Redewendung. Infolge von Ludwig van Beethovens begeisterter Reaktion auf die Ankündigung der »Oeuvres complettes« würdigte er Johann Sebastian Bach als »Urvater der Harmonie«.

 

Wir wünschen Ihnen »harmonische« Konzerterlebnisse!

19.01.2020 | 15.00 h: Collegium studiorum – Improvisationen von der Renaissance bis zum Barock

Collegium studiorum: Improvisationen von der Renaissance bis zum Barock Konzert im Sommersaal

Studierende der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig, Fachrichtung Alte Musik, improvisieren unter Leitung von Martin Erhardt und Jostein Gundersen

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00 (inkl. VVK-Gebühr)

 

Die Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Foto: Bertram Bölkow

 

Spielen, Singen, Tanzen – in diesen drei Bereichen gelingt den Studierenden der Alten Musik die Improvisation auf vielfältige Weise. Sie ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Ausbildung: das Erfassen von Vorgegebenem, Erfinden im Moment und gleichzeitige Umsetzen mit Stimme oder Instrument bilden die Grundlage einer Improvisation.

 

23.02.2020 | 15.00 h: Notenspur Salon — Gemischtes Doppel

Notenspur-Salon - „Gemischtes Doppel“ Konzert im Sommersaal

Werke von Bach-Söhnen, W. A. Mozart, J. Haydn und Improvisationen   

Anne-Sophie Noeske, Hammerklavier

Panagiotis Linakis, Cembalo

Mit diesem »gemischten Doppel« treten zwei Musiker auf das Spiel-Feld und eröffnen einen spannenden und einzigartigen Dialog im Mit- und Gegeneinander der Stimmen auf zwei verschiedenen historischen Tasteninstrumenten. Auf überraschende Weise wird auf diesen Instrumenten in unvorhersehbaren Spielwechseln rasante, amüsante, beschauliche und erbauliche Musik re-präsentiert.

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00 (inkl. VVK-Gebühr)

 

Die beiden wohl bekanntesten Komponisten der Barockzeit, die beide im Jahr 1685 geboren wurden, sind sich aus unerklärlichen Gründen persönlich im Leben nie begegnet. Händel zog es in die Welt – in England wurde er eine der führenden Musikerpersönlichkeiten. Bach blieb Zeit seines Lebens im thüringisch-sächsischen Raum, wo er außergewöhnliche Werke vor allem in der Tradition der mitteldeutschen Kirchenmusik schuf.

 

22.03.2020 | 15.00 h: Forschung im Konzert – Auf dem Weg zu Bach

Werke von J. Rosenmüller, J. Schelle, S. Knüpfer, J. Kuhnau 

 

Ensemble 1684

Gregor Meyer, Truhenorgel

Prof. Peter Wolly (Bach-Archiv Leipzig), Moderation

 

Das Genie Johann Sebastian Bachs gedieh auf dem fruchtbaren musikalischen Humus des 17. und frühen 18. Jahrhunderts. Vier Leipziger Komponisten erwiesen sich dabei als besonders nährstoffspendende Quellen des neu entstehenden »hortus musicus«.

 

 

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00 (inkl. VVK-Gebühr)

 

 

19.04.2020 | 15.00 h: Bachs Cello… es machte ihm Vergnügen

Werke von Johann Sebastian Bach

 

Volker Mühlberg, Viola da spalla

Jan Katzschke, Cembalo

 

In diesem Konzert erklingen Sonaten, die J. S. Bach sowohl auf dem Cembalo als auch auf der Viola da spalla selbst gespielt haben könnte. Bach besaß zwei solcher Instrumente des Leipziger Geigenbauers Johann Christian Hoffmann, die er auch in seinen Kantaten als Violoncello piccolo einsetzte. Die auch als »Schulter-Violen« bezeichneten Instrumente sind im Museum für Musikinstrumente der Uni Leipzig zu bestaunen.

 

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00 (inkl. VVK-Gebühr)

10.05.2020 | 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach und Frühlingslieder

Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores, Alexandra Röseler (Moderation, Mezzosopran, Cembalo)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00
Veranstalterin: Alexandra Röseler


Zukünftige Thomaner im Barockkostüm

 

Der Thomanernachwuchs zeigt wieder, was er kann! In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden und auch das interessierte Publikum sängerisch mit einzubeziehen.

 

24.05.2020 | 15.00 h: Der musikalische Streit

Werke von Louis-Antoine Dornel, Pierre Danican Philidor, Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach  

 

Musical Delight

Dorothee Kunst, Traversflöten

Susanne Peuker, Theorbe, Barockgitarre

 

Das Bremer Ensemble zeichnet sich durch ein intimes, lebendiges und ausdrucksstarkes Zusammenspiel aus und entführt die Zuhörer in eine Welt sensibler, verträumter Klänge. Die Traversflöte besticht durch ihren warmen, farbigen Klang, die Laute entwirft ein filigranes, kunstvolles Gewebe.

 

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00 (inkl. VVK-Gebühr)

28.07.2020 | 19.30 h | Thomaskirche: In memoriam

Konzert zum 270. Todestag Johann Sebastian Bachs

Werke von Johann Sebastian Bach, Johann Christian Bach und Johann Michael Bach

 

Nicolas Berndt (Orgel)

Solisten, Leipziger Cantorey

Sächsisches Barockorchester, Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz
 

Eine Kooperation zwischen MDR Kultur, MDR Musiksommer, Bach-Archiv und Thomaskirche Leipzig

 

Kartenpreise: € 35,00 / 25,00 / 14,00 · unterschiedliche Ermäßigungen
(Karten unter http://mdr-tickets.de)

 

 

Leipziger Cantorey

 

Zum 270. Mal jährt sich bereits Johann Sebastian Bachs Todestag. An diesem Tag endet im MDR-Musiksommer traditionell die Reise zu Bachs Wirkungsstätten und führt damit auch 2020 nach Leipzig, wo Bach als Thomaskantor Musikgeschichte geschrieben hat.

Der aktuelle Thomaskantor Gotthold Schwarz ehrt seinen Amtsvorgänger mit einem Programm, das den Blick auch auf dessen Anfänge als Kantatenkomponist lenkt:

Erst 22-jährig komponierte Bach 1707 die Kantate Aus der Tiefen rufe ich – vermutlich das früheste Werk seines umfangreichen Kantatenschaffens. Sie fügt sich ein zwischen Vokalwerke der weitverzweigten Bachfamilie, die nach den letzten Dingen fragen. So, wie der Choral „Vor deinen Thron tret’ ich hiermit“, mit dem sich der Meister noch in seinen letzten Lebenstagen befasst haben soll und der wie in jedem Jahr dem Gedenkkonzert den Rahmen gibt.

20.09.2020 | 15.00 h: Forschung im Konzert – Bach und Beethoven

Werke von Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach, Carl Gottlob Neefe und Ludwig van Beethoven

 

Camerata bachiensis

Roberto De Franceschi, Oboe, Traversflöte
Anne Kaun, Violine, Viola
Magdalena Schenk-Bader, Violine, Viola
Philipp Weihrauch, Violoncello
Julia Chmielewska, Cembalo, Truhenorgel
Dr. Manuel Bärwald (Bach-Archiv Leipzig), Moderation

 

Beethoven bezeichnete Bach als den „Urvater der Harmonie“. Zum 250. Geburtstag des Jubilars geht das Programm auf Spurensuche der Beziehung Beethovens zu Bach, Johann Sebastian und Carl Philipp, zu denen manche Affinität im Stil und im musikalischen Temperament besteht und die sich in einigen seiner Kompositionen finden läßt.

 

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00 (inkl. VVK-Gebühr)

18.10.2020 | 15.00 h: Zwischen Lübeck und Wien

Werke von Dietrich Buxtehude, P. H. Erlebach, J. Schmelzer

 

Konstanze Beyer, Violine

Hille Perl, Viola da gamba

Mechthild Winter, Cembalo 

 

Für die drei Instrumente die im 17. Jahrhundert zur Blüte gelangten, wurde von den Virtuosen selbst eine neue, noch nie gehörte Musik auf den Leib geschrieben. Zu Gehör kommen Kompositionen, die das Soloinstrument in besonderer Weise zum Klingen bringen und solche, in denen Violine und Viola da gamba wie in einem verständigen Gespräch von Rede, Gegenrede und Übereinstimmung mit Unterstützung und Beteiligung des Cembalos ihr Ausdrucks- und Klangspektrum weiter entfalten.

 

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00 (inkl. VVK-Gebühr)

15.11.2020 | 15.00 h: Gönne uns deinen himmlischen Frieden

Werke von J. H. Schein, J. Hildebrand, S. Knüpfer und Johann Sebastian Bach

 

L´Anima Barocca

David Erler, Altus

Katharina Holzhey, Viola da gamba

Stefan Rath, Laute

Christiane Bräutigam, Orgel

 

Das von Christiane Bräutigam gegründete Ensemble beschäftigt sich in wechselnder Besetzung mit der Vielfalt des barocken Musizierens im Umfeld des begleiteten Sologesangs. Es präsentiert ein Programm in dem es um Verzweiflung, Abschied, Trost und Hoffnung geht und in dem vor allem „vorbachische“ Komponisten vertreten sind und deren Textvertonungen von Schmerz und Leid, ähnlich wie die Musik Bachs, die Herzen berühren.

 

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00 (inkl. VVK-Gebühr)       

06.12.2020 | 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein von Anna Magdalena Bach und weihnachtliche Gesänge

Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores, Alexandra Röseler (Moderation, Mezzosopran, Cembalo)

Veranstalterin: Alexandra Röseler

 

Der Thomanernachwuchs zeigt, was er kann! In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden und auch das interessierte Publikum sängerisch mit einzubeziehen.

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00
 

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