Konzerte im Sommersaal · Saison 2019

»Lob der Musik«

Musica da camera – Chamber music – Musique de chamber

 

Charakteristisch für Kammermusik ist das vokale und instrumentale Musizieren in kleinem Kreis. Kunstvolle Kompositionstechniken und eine unerschöpfliche Bandbreite der Besetzungen machen den Reiz dieses Genres aus.

Mit Freude ist zu erleben, dass sich in letzter Zeit besonders junge Ensembles dieser Musizierform verstärkt annehmen. Wir möchten in unseren Konzerten diesen Musikern die Gelegenheit geben, ihr Können zu präsentieren, und fühlen uns verpflichtet, sie zu unterstützen, da die Kammermusik allerorts leider im Schatten der größeren Gattungen, wie der Sinfonik, steht.

Die Besonderheit unserer Einrichtung, des Bach-Archivs, Forschung und Musizierpraxis unter einem Dach zu vereinen, bietet die Chance, in enger Kooperation mit der Forschungsabteilung neueste musikwissenschaftliche Erkenntnisse in musikalisch interessante und vor allem abwechslungsreiche Programme einfließen zu lassen, die kurzweilig und für jedermann ansprechend moderiert werden.

Die intimen Duobesetzungen – Violine und Cembalo, Oboe und Orgel, Viola da gamba und Cembalo – sind auch prädestiniert für die räumlichen Gegebenheiten und die Akustik unseres Konzertsaales, in dem wahrscheinlich auch Johann Sebastian Bach gemeinsam mit dem Hausherren Bose und beiden Familien musiziert hat.

Große Komponisten wie Bach, Händel, Telemann, die Bach-Söhne, Rameau und auch die Musikergeneration davor, Monteverdi, Schütz, Scheidt, Rosenmüller, erklingen im kleinen, feinen Rahmen im Sommersaal, der auch architektonisch als Kleinod gilt.

Wir würden uns freuen, wenn sie neugierig sind auf die Musik, die erklingen wird, und wünschen ihnen dabei unvergessliche Momente und Erlebnisse.

 

Seien sie herzlich willkommen.

20.01.2019 | 15.00 h: Collegium studiorum – Improvisationen von der Renaissance bis zum Barock

Studierende der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig, Fachrichtung Alte Musik, improvisieren unter Leitung von Jostein Gundersen und Panagiotis Linakis.
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Die Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Foto: Bertram Bölkow

 

Spontanität, Ideenreichtum und die Beherrschung ihres »Handwerks« zeichnen die Meister der musikalischen Improvisation aus. Improvisation gab es zu allen Zeiten in der Musik, und viele der bekannten Komponisten waren besonders auf diesem Gebiet große Künstler. Auch in der Ausbildung der heutigen Studierenden wird darauf Wert gelegt, das Improvisieren in den Stilen vergangener Epochen zu erlernen.

17.02.2019 | 15.00 h: Von Leipzig nach Halle – Eine mögliche Begegnung zwischen Bach und Händel

Notenspur-Salon

Werke von J. S. Bach G. F. Händel, G. P. Telemann, A. Corelli

Birgit Schnurpfeil (Violine), Cornelia Osterwald (Cembalo)

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 


Die beiden wohl bekanntesten Komponisten der Barockzeit, die beide im Jahr 1685 geboren wurden, sind sich aus unerklärlichen Gründen persönlich im Leben nie begegnet. Händel zog es in die Welt – in England wurde er eine der führenden Musikerpersönlichkeiten. Bach blieb Zeit seines Lebens im thüringisch-sächsischen Raum, wo er außergewöhnliche Werke vor allem in der Tradition der mitteldeutschen Kirchenmusik schuf.

17.03.2019 | 15.00 h: Forschung im Konzert: Die Bachs in Berlin

Werke von J. S., W. F., C. P. E. und W. F. E. Bach

Ensemble CONTINUUM: Nadja Zwiener (Violine), Evgeny Sviridov (Violine), Daniel Rosin (Violoncello), Liam Byrne (Viola da gamba), Elina Albach (Cembalo)
Dr. Wolfram Enßlin (Bach-Archiv Leipzig, Moderation)

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

 

Vielfältig sind die Beziehungen der thüringischen Musikerfamilie Bach zur preußischen Hauptstadt. Das Ensemble CONTINUUM sowie der Moderator Wolfram Enßlin nehmen die Konzertbesucher mit auf eine musikalische Zeitreise ins Berlin / Potsdam des 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche, welche musikalischen Spuren die Bachs dort hinterlassen haben.

21.04.2019 | 15.00 h: Barockoboe und Orgel im Gespräch

Werke von J. S. Weiss, J. S. Bach, G. F. Händel, W. Babell u. a.

CONCERT ROYAL, Köln: Karla Schröter (Oboe), Thomas Pauschert (Orgel, Cembalo)

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

 

Im Programm erklingen originale Werke für die selten zu hörende Duo-Besetzung, die sich insbesondere in Sachsen und Thüringen im Schüler- und Enkelschülerkreis von J. S. Bach findet. Hochvirtuose und lyrische Phasen wechseln sich in den Kompositionen ab und stellen die Musiker vor große Herausforderungen. Der Farben- und Gestaltungsreichtum dieser Werke lässt den Zuhörer erstaunen.

05.05.2019 | 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach und Frühlingslieder

Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores, Alexandra Röseler (Moderation, Mezzosopran, Cembalo)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00
Veranstalterin: Alexandra Röseler


Zukünftige Thomaner im Barockkostüm

 

Der Thomanernachwuchs zeigt wieder, was er kann! In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden und auch das interessierte Publikum sängerisch mit einzubeziehen.

 

19.05.2019 | 15.00 h: Mitteldeutsche Barockmeister

Werke von Zeitgenossen J. S. Bachs

Camerata Bachiensis (Ensemble in residence des Bach-Museums): Roberto De Franceschi (Oboe, Traversflöte), Anne Kaun (Violine, Viola), Magdalena Schenk-Bader (Violine, Viola), Philipp Weihrauch (Violoncello), Julia Chmielewska-Ulbrich (Cembalo, Truhenorgel)
Dr. Manuel Bärwald (Bach-Archiv Leipzig), Moderation

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

 

Ein besonderes Anliegen ist es den Musikern des Ensembles, weniger bekannte Komponisten wiederzuentdecken und selten aufgeführte Werke, die Beachtung verdienen, dem Publikum nahezubringen. Im letzten Konzert der Camerata als Ensemble in residence erklingen Werke aus Kirchen- und Kammermusik mitteldeutscher Komponisten des 18. Jahrhunderts, die ent-weder in Verbindung mit Johann Sebastian Bach oder unter dem Einfluss der regionalen Kirchenmusiktradition standen.

28.07.2019 | 19.30 h | Thomaskirche: In memoriam

Konzert zum 269. Todestag Johann Sebastian Bachs

– J. S. Bach: Vor deinen Thron tret ich hiermit, BWV 668
– J. S. Bach: Gott der Herr ist Sonn und Schild, BWV 79
– J. S. Bach: Messe G-Dur, BWV 236

und weitere Werke

Solisten, Leipziger Cantorey, Sächsisches Barockorchester, Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz

Eine Kooperation zwischen MDR Kultur, MDR Musiksommer, Bach-Archiv und Thomaskirche Leipzig

Kartenpreise: € 35,00 / 25,00 / 14,00 · unterschiedliche Ermäßigungen
(Karten unter http://mdr-tickets.de und im Thomasshop ab 15.11.2018)

 

 

Leipziger Cantorey

 

Es ist eine der schönsten und bewegendsten Musikfest-Traditionen: An Bachs Todestag geht es in die Thomaskirche. Seine bedeutende Wirkungsstätte wird zum Gedenkort an den großen Barockmeister, der sein Schaffen in Leipzig krönte und sein Leben hier beschloss. Auch im Jahr des 269. Todestages Bachs steht eine seiner letzten und eindrücklichsten Kompositionen im Fokus: 1750 komponierte er den Choral „Vor deinen Thron tret’ ich hiermit“, der seitdem zum Synonym für den innigen Abschied von allem Irdischen geworden ist. Choral und Choralvorspiel umrahmen außerdem eine Bach’sche Rarität: Zu nur vier lateinischen Kurzmessen aus seiner Feder gehört auch die Kyrie-Gloria-Messe BWV 236. Bach bedient sich in dem für sein Schaffen so ungewöhnlichen Werk unter anderem an der eigenen Kantate BWV 79 und lässt einzelne Sätze der Messgeschwister später sogar in seine großartige h-Moll-Messe einfließen.

15.09.2017 | 15.00 h: Forschung im Konzert: So fremd, so nah

Eine musikalische Reise mit Anna Magdalena Bach

Werke von J. P. Rameau, A. de Boësset, C. Monteverdi, G. P. Telemann und J. S. Bach

Combo CAM: Viola Blache (Gesang, Barockviola), Friederike Merkel (Blockflöte), Hélène Nassif (Barockharfe), Martin Steuber (Barockgitarre, Theorbe, Charango), Antje Nürnberger (Barockvioloncello), Hannes Malkowski (Perkussion), Doris Meeresbüchner (Schauspiel)
Dr. Christiane Hausmann (Bach-Archiv Leipzig), Moderation
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

 

Das Konzertprogramm fragt in einer Mischung von wissenschaftlich gesicherten Fakten und musikalischen Spekulationen nach den möglichen Begegnungen Anna Magdalena Bachs mit fremden musikalischen Welten. Welcher Musik könnte die gefeierte »fürstliche Sängerin« auf ihren verschiedenen Lebensstationen begegnet sein? Was für ein Repertoire hat sie möglicherweise gesungen – zunächst als Schülerin der berühmten Primadonna Christiane Pauline Kellner am Hof zu Weißenfels, dann als hochgeschätzte Gesangsvirtuosin am Hof von Köthen? Und was in Leipzig?

19.09.2019 | 19.00 h: 10 für Clara

Kammermusik-Festival im Rahmen der Schumann-Festwochen 2019

J. S. Bach: Sonate E-Dur, BWV 1016 (für Violine und Klavier)
J. S. Bach /R. Schumann: Suite C-Dur, BWV 1009 (für Violoncello solo mit Begleitung des Klaviers)
F. Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio d-Moll, op. 49, MWV Q 29

Karten: € 45,00 / ermäßigt: € 35,00 (inkl. VVK-Gebühr) · Reservierungen unter: info@schumann-verein.de und +49 341 3939 2191

Eine Veranstaltung des Schumann-Vereins Leipzig in Kooperation mit dem Bach-Archiv Leipzig

 

 

 

Zehn international renommierte Künstler finden sich zum Geburtstag von Clara Schumann für eine Woche in der Musikstadt zusammen und konzertieren gemeinsam (in unterschiedlichen Besetzungen) an den Orten, die 2018 mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurden. Zu erleben sind Antje Weithaas, Dong Suk Kang und Sayako Kusaka (Violine), Pauline Sachse (Viola), Marie-Elisabeth Hecker und Peter Bruns (Violoncello), Martin Helmchen, Antti Siirala und Annegret Kuttner (Klavier) sowie Benedikt Hübner (Kontrabass).

20.10.2019 | 15.00 h: Via Regia

Werke von H. Schütz, S. Scheidt, J. Rosenmüller und C. L. Boxberg

Seidenstraße, Salzstraße, Via regia, Via Imperii, Goldener Steig ... – Handelswege sind Transportwege für Handelswaren zu Lande und zu Wasser. Sie bestehen seit Menschengedenken und wurden ab der Antike besonders bedeutsam für den internationalen Handel, sie waren der Grundstein für die Globalisierung der Wirtschaft. – Doch nicht nur das: Es sind auch Kommunikationswege und Gedankengänge, wo sich neue Ideen ihren Weg bahnen. Immer fand hier auch ein kultureller Austausch statt, erklang Musik, reisten Musiker auf ihnen mit offenen Ohren und wachem Geist. Auch die »Hohe Landstraße« war eine dieser Handelsstraßen. Über mehrere Jahrhunderte war sie die wichtigste Verkehrsverbindung und stand, wie auch andere Reichsstraßen, unter besonderem Friedensschutz. Sie führte von Santiago de Compostella nach Kiew bzw. Moskau und durchquerte dabei Mitteldeutschland (Halle, Leipzig) und die Oberlausitz (Bautzen, Löbau, Görlitz, Lauban). In Leipzig kreuzte sie die Via Imperii.

Viola Blache (Sopran), Claudia Mende (Violine), Magdalena Schenk-Bader (Violine), Benjamin Dreßler (Violone), Zita Mikijanska (Orgel)

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

17.11.2019 | 15.00 h: Viola da gamba und Cembalo

Werke von C. Schaffrath, C. F. Abel, J. S. Bach u. a.

Hartwig Groth (Viola da gamba), Mimoe Todo (Cembalo)

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

 

Die Gambe erlebte ruhmreiche Zeiten in Italien, England und Frankreich und erfuhr bei Bach und seiner Familie nochmal eine besondere Blütezeit. Der Künstler spielt auf einer originalen Gambe (um 1740) von Johann Christian Hoffmann, dem bekannten Geigenbauer, dessen Instrumente der mit ihm befreundete Bach hoch gelobt hat. Erhaltene Instrumente des Geigenbauers, die auch im Quartett genutzt wurden, sind in der Thomaskirche Leipzig ausgestellt.

10.12.2017 | 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein von Anna Magdalena Bach und weihnachtliche Gesänge

Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores, Alexandra Röseler (Moderation, Mezzosopran, Cembalo)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00
Veranstalterin: Alexandra Röseler

 

Der Thomanernachwuchs zeigt, was er kann! In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden und auch das interessierte Publikum sängerisch mit einzubeziehen.

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