Konzerte im Sommersaal · Saison 2018

Eine musikalische Reise durch Europa

Herausragende Komponisten des 16. bis 18. Jahrhunderts wurden nicht nur in ihren eigenen Ländern geschätzt, sondern waren in ganz Europa weit über die Grenzen ihrer Herkunftsländer hinaus bekannt.

Johann Sebastian Bach wusste, wie man in Frankreich komponierte und wie in Italien Opern geschrieben wurden, seine Orgelwerke stehen in der Tradition niederländischer bzw. norddeutscher Komponisten. Der deutsche Georg Friedrich Händel galt als Engländer, der italienische Musik komponierte. Georg Philipp Telemann vereinigte Einflüsse verschiedener Länder wie Frankreich, Italien und Polen in seinen Werken. Johann Christian Bach, der jüngste der komponierenden Bach-Söhne, der seine Ausbildung in Italien vervollkommnet hatte, wurde auch als »Londoner Bach« bezeichnet.

Die regionalen Gegensätze und kulturellen Unterschiede in den wichtigsten Zentren der Musik wie Venedig und Paris, Rom und London oder Neapel und Leipzig waren groß. Das Musikleben an den Höfen in Wien, Dresden oder Potsdam wurde durch die Bestellung und Verpflichtung italienischer Komponisten und Musiker geprägt. Im sich entwickelnden öffentlichen Musikleben Englands wurde in Konzerten französische und italienische Musik aufgeführt. Auch wenn die italienische Musik in dieser Zeit vorherrschend war und sich viele Komponisten zu Studienzwecken in das Land begaben, um den Musikstil und die Formen kennenzulernen, war doch zunehmend zu erkennen, dass sich in allen Ländern eine eigenständige Musik, nicht nur in Bezug auf die jeweilige Landessprache, entwickelte.

In den Programmen der diesjährigen Konzerte finden sich Werke von Virtuosen und Komponisten wie dem Repräsentanten der französischen Clavecinisten François Couperin, seinem Landsmann Jean-Philippe Rameau, dem niederländisches Meister Jan Pieterzoon Sweelinck, dem englischen Lautenisten John Dowland und von bekannten deutschen Meistern wie Heinrich Schütz, Carl Heinrich Graun, Johann Sebastian Bach und seinen Zeitgenossen.


Seien Sie zu den Konzerten herzlich eingeladen.

 

Karten für alle Konzerte können Sie in unserem Veranstaltungskalender erwerben.

So, 21.01.2018, 15.00 h: Improvisationen von der Renaissance bis zum Barock

 

Studierende der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig, Fachrichtung Alte Musik, improvisieren unter Leitung von Panos Linakis und Martin Erhardt.

Alte Musik wird durch Improvisation wieder lebendig – das werden die Musiker in diesem Konzert nachvollziehbar machen. In der Ausbildung der Studierenden ist das Improvisieren ein wichtiger Bestandteil. Eine besondere Herausforderung ist es, dass die Instrumentalisten nicht nur spielen, sondern die Vielfalt des Musizierens auch mit Singen und Tanzen zeigen werden.

 

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

So, 25.02.2018, 15.00 h: Notenspur-Salon

 

Anonymus (14. Jahrhundert): Lamento di Tristano – La Rotta – Saltarello · Anonymus (16. Jahrhundert): Fantasie à trois: Une jeune fillette · P. Certon: Je ne fus jamais si ayse · J. des Préz: Mille regretz ·  Alonso: La Tricotea San Martin · J. van Eyck: Pavaen Lachrymae · J. van Eyck: Air de Buffons · J. B. de Boismortier: Sonate D-Dur, op. 7 Nr. 1 · J. J. Quantz: Sonate (Trio) D-Dur, QV 3: 3.2 · J. S. Bach: Allegro · J. S. Bach: Thema all’Imitatio Gallina Cuccu · F. A. Hoffmeister: Terzetto D-Dur · F. Schubert: Vier Tänze · F. Mendelssohn Bartholdy: Hebe deine Augen auf, aus: Elias, op. 70, MWV A 25 · C. Debussy: Syrinx · C. Debussy: Le petit nègre

 

Flautissimo Leipzig
Ulrike Wolf, Johanna Baumgärtel, Anne-Kathrin Ludwig, Blockflöten, Traversflöten, Tambourin

 

Das Leipziger Ensemble nimmt die Konzertbesucher mit auf eine musikalische Zeitreise durch sechs Jahrhunderte. Originalkompositionen und Bearbeitungen für Flötentrio von der Renaissance bis zur Moderne erklingen auf verschiedenem Instrumentarium. Die Zuhörer erwartet ein abwechslungs-reiches und virtuoses Spiel.

 

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

So, 25.03.2018, 15.00 h: Mitteldeutsche Barockmeister

 

Werke von Zeitgenossen J. S. Bachs
 

Camerata Bachiensis (Ensemble in residence des Bach-Museums)
Roberto De Franceschi, Oboe, Traversflöte
Anne Kaun, Violine, Viola
Magdalena Schenk-Bader, Violine, Viola
Philipp Weihrauch, Violoncello
Julia Chmielewska-Ulbrich, Cembalo, Truhenorgel

 

Die Camerata Bachiensis ist bereits die zweite Saison das Ensemble in residence des Bach-Museums.  Das Ensemble entwickelt in Zusammenarbeit mit Dr. Manuel Bärwald aus der Forschungsabteilung des Bach-Archivs Programme, die vor allem unbekannte, aber dennoch interessante Komponisten des 18. Jahrhunderts und deren Werke in den Fokus stellen und die durch den Musikwissenschaftler kurzweilig moderiert werden.

 

Karten: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

So, 22.04.2018, 15.00 h: Virtuose Sonaten

 

J. S. Bach – Seine Söhne und die Rheinberger Hofkapelle

C. H. Graun: Sonate C-Dur, GraunWV B: XVII: 53 · C. P. E. Bach: Sonate c-Moll, Wq 48 Nr. 4 · J. C. F. Bach: Sonate (Solo) A-Dur, Wf X/3 (BR-JCFB  B 1) · J. S. Bach: Suite d-Moll, BWV 1008 · C. Schaffrath: Sonate C-Dur, CSWV F: 1

 

Davit Melkonyan, Violoncello
Mikayel Balyan, Cembalo
 

Die aus Armenien stammenden Musiker, deren Studien der historischen Aufführungspraxis sie beide an die Hochschule für Musik in Bremen führten, haben bereits mehrere Preise gewonnen, darunter  2012 als Duo den Förderpreis des Deutschlandfunks und des Musikfests Bremen »Artist in residence«. Davit Melkonyan gewann 2008 außerdem den 2. Preis des renommierten Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs Leipzig im Fach Violoncello.

 

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

So, 06.05.2018, 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach und Frühlingslieder

 

Alexandra Röseler, Moderation, Mezzosopran, Cembalo
Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores

 

Der Thomanernachwuchs zeigt wieder, was er kann! In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden.

 

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

So, 20.05.2018, 15.00 h: Ludi musici – Orgel und Consort im Dialog

 

S. Scheidt: Toccata – Cantilena anglica de Fortuna – Galliarda Englese · J. Staden: Aufzug – Symphonia – Couranta · J. Schop: Galliard · J. Dowland: The King of Denmark’s Galliard · S. Scheidt: Galliarda Dulenti, SSWV 562 · S. Scheidt: Paduan – Alamande – Courant · S. Scheidt: Allein Gott in der Höh sei Ehr, SSWV 559 · J. P. Sweelinck: Allein Gott in der Höh sei Ehr, SwWV 299 · H. Schütz: Paduane – Courant – Paduane – Aria – Galliard · und weitere Werke

 

Marais Consort
Hans- Georg Kramer, Brian Franklin, Katharina Holzhey, Irene Klein, Violen da gamba
Ingelore Schubert, Orgel

 

Das Marais Consort, das sich seit vielen Jahren durch ein besonders harmonisches Zusammenspiel auszeichnet, gilt als eines der führenden Gambenconsorts und Ensembles für Alte Musik. Die Wahl eines italienischen Instrumentariums der Spätrenaissance verspricht einen unvergleichlichen Klang. Die Kompositionen des 17. Jahrhunderts werden vital und farbenfroh musiziert.

 

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

Mi, 11.07.2018, 20.00 h, Altes Rathaus: Eröffnungskonzert

 

Eröffnungskonzert des XXI. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs Leipzig
 

Werke von C. P. E. Bach, A. Vivaldi und J. S. Bach
 

Robert Levin, Cembalo
Adrian Rovatkey, Fagott
Leipziger Barockorchester
Konstanze Beyer, Leitung

 

Kartenpreis: € 20,00 / ermäßigt: € 15,00

Sa, 21.07.2018, 20.00 h, Hochschule für Musik und Theater, Großer Saal: Preisträgerkonzert

 

Preisträgerkonzert des XXI. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs Leipzig
 

Werke von J. S. Bach u. a.
 

Preisträger des Bach-Wettbewerbs in den Fächern Klavier, Cembalo, Violine/Barockvioline, Mendelssohn Kammerorchester, Pauliner Barockensemble, Leipziger Barockorchester

 

Kartenpreis: € 25,00 / ermäßigt: € 18,00

28.07.2017, 20.00 h, Thomaskirche: In memoriam

 

Konzert zum 268. Todestag in der Thomaskirche Leipzig
 

Johann Sebastian Bach: Vor deinen Thron tret ich hiermit, BWV 668
Johann Sebastian Bach: Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben, BWV 102
Johann Sebastian Bach: Komm, Jesu, komm, BWV 229
Johann Sebastian Bach: Messe F-Dur, BWV 233
Johann Sebastian Bach: Vor deinen Thron tret ich hiermit, BWV 668
 

Solisten
Leipziger Cantorey
Sächsisches Barockorchester
Nicolas Berndt, Orgel
Thomaskantor Gotthold Schwarz, Leitung

 

Ein Datum von besonderem Rang im Kalender des MDR-Musiksommers: Johann Sebastian Bachs Todestag. Es gehört zu den wichtigsten Traditionen des musikalischen Sommers, diesen Tag mit einem Konzert dort zu würdigen, wo noch heute Bachs Geist spürbar ist – in der Leipziger Thomaskirche. Da, wo Bach selbst 27 Jahre lang wirkte, leitet zu seinen Ehren der derzeitige Thomaskantor Gotthold Schwarz die Leipziger Cantorey und das Sächsische Barockorchester in einem Programm, das von Bachs eindringlichem Opus ultimum »Vor deinen Thron tret’ ich hiermit« umrahmt wird. Ein Konzert, das Bachs tief gläubige Seite und in der Lutherischen Messe, BWV 233, gleichzeitig seine geballte Satzkunst zeigt. (mdr musiksommer)
 

Eine Kooperation zwischen MDR Musiksommer, Bach-Archiv und Thomaskirche Leipzig
Kartenpreise: € 33,00 | 24,00 | 14,00 / ermäßigt: € 26,00 | 19,00 | 11,00
Karten unter http://mdr-tickets.de und im Thomasshop ab 6.11.2017

So, 16.09.2018, 15.00 h: Bach und Rameau

 

Werke von J. S. Bach und J.-P. Rameau
 

L’Anima Barocca
Viola Blache, Sopran
Saskia Klapper, Violine
Benjamin Dreßler, Viola da gamba, Violone
Christiane Bräutigam, Cembalo, Truhenorgel

 

Jean-Philippe Rameau (16831764), Zeitgenosse von J. S. Bach, wurde von König Ludwig XV. der Titel eines »Hofkomponisten« verliehen. Er gilt als einer der bedeutendsten Komponisten Frankreichs, der neben Musik für Tasteninstrumente vor allem eine große Zahl von Open und Balletten komponierte. Er verfasste zudem wegweisende theoretische Werke, darunter eine eigene Harmonielehre, die in allen Musikkreisen seiner Zeit und weit über die Grenzen Frankreichs hinaus Bekanntheit erlangte.

 

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

So, 14.10.2018, 15.00 h: Mitteldeutsche Barockmeister

 

Werke von Zeitgenossen J. S. Bachs
 

Camerata Bachiensis (Ensemble in residence des Bach-Museums)
Roberto De Franceschi, Oboe, Traversflöte
Anne Kaun, Violine, Viola
Magdalena Schenk-Bader, Violine, Viola
Philipp Weihrauch, Violoncello
Julia Chmielewska-Ulbrich, Cembalo, Truhenorgel
 

Das Repertoire des Ensembles setzt sich hauptsächlich aus Kirchen- und Kammermusik mitteldeutscher Komponisten des 18. Jahrhunderts zusammen, die entweder in Verbindung mit Johann Sebastian Bach oder unter dem Einfluss der regionalen Kirchenmusiktradition standen. Ein besonderes Anliegen ist es den Musikern, weniger bekannte Komponisten wiederzuentdecken und selten aufgeführte Werke, die Beachtung verdienen, dem Publikum nahezubringen.

 

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

So, 11.11.2018, 15.00 h: Zum 350. Geburtstag von François Couperin

 

Werke von F. Couperin, J. S. Bach u. a.
 

Ein Preisträger im Fach Cembalo des XXI. Internationalen Johann-Sebastian-Bach Wettbewerbs 2018

 

François Couperin (10.11.1668–11.09.1733) galt als begnadeter Cembalist und entstammt einer musikalischen Familie, aus der bereits Organisten, Komponisten und Cembalisten hervor gegangen waren. Er wurde als deren bedeutendster Vertreter auch »Le Grande« genannt. Seine 240 Cembalowerke, die er in Suiten in den »Piéces de clavecin« zusammenfasste, standen im Mittelpunkt seines Schaffens und wurden bereits zu seinen Lebzeiten veröffentlicht.

 

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

So, 09.12.2018, 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach und weihnachtliche Gesänge

 

Alexandra Röseler, Moderation, Mezzosopran, Cembalo
Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores

 

In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden und das Publikum sängerisch mit einzubeziehen. 

 

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

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