Konzerte im Sommersaal · Saison 2015

Saitensprünge – Tastenspiele – Himmelslieder

Im Jahr des 1000-jährigen Stadtjubiläums Leipzigs werden die Konzerte im Bach-Museum musikalische Höhepunkte bieten. Dabei wird Musik der in der Stadt im 17. und 18. Jahrhundert wirkenden Komponisten aufgeführt, deren Ausstrahlung weit über die Grenzen unserer Stadt hinausgeht – damals wie heute.
 

Leipzig als Musikstadt ist in »aller Munde« – der Sommersaal im Bach-Museum, der ein besonderes barockes Ambiente bietet und dem Besucher ein außergewöhnliches Hörerlebnis verschafft, ist ein Ort, in dem man in intimer Atmosphäre in den Konzerten spezielle Programme zu Bach, seiner Familie, Telemann und Zeitgenossen erleben kann.
 

Seien Sie dazu herzlich eingeladen!

11.01.2015 | 15.00 h: Improvisationen von der Renaissance bis zum Barock

Studierende der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig, Fachreichtung Alte Musik, Leitung: Martin Erhardt und Jostein Gundersen
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Die Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Foto: Bertram Bölkow

 

Improvisation – ein unvermutetes, unvorbereitetes, unvorhergesehenes Handeln – als Spiel mit Musik – zur Besinnung auf Ursprünglichkeit – im Sinne kollektiven Empfindens und Erfindens. Die Kunst der Improvisation, die kreative Auseinandersetzung mit Vorgegebenen und neu Erfundenem, ist ein wichtiger Bestandteil nicht nur im Jazz, sondern auch in der Alten Musik. Die HMT Leipzig hat sich zur Aufgabe gemacht, die Improvisation als eigenständige Kunstform zu pflegen.

15.02.2015 | 15.00 h: Notenspur-Salon: Wege zu Bach

Werke von A. Vivaldi, C. Dieupart, G. F. Händel, A. Corelli und J. S. Bach
Duo La Vigna: Theresia Stahl (Blockflöte), Christian Stahl (Theorbe, Barocklaute)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Klar und schlank im Klang, elegant und mit tänzerischer Leichtigkeit musiziert das Duo und begibt sich auf eine musikalische Reise von Italien über Frankreich und England bis nach Deutschland. Die Blockflöte, die zu den ältesten Instrumenten gehört, gewann im Barock an Bedeutung und es entstanden herausragende Werke von namhaften Komponisten. Die Theorbe, das größte Instrument der europäischen Lautenfamilie, ist vor allem ein beliebtes Begleitinstrument.

04.03.2015 | 17.00 h: Heldinnen? Starke Frauen!

Werke von G. F. Händel, A. Scarlatti, M. Hoffmann, A. Caldara und anderen

Camerata Bachiensis
Julia Kirchner (Sopran), Roberto De Franceschi (Barockoboe und Traversflöte), Anne Kaun und Magdalena Schenk-Bader (Barockvioline und -viola), Philipp Weihrauch und Isolde Winter (Barockvioloncello), Julia Chmielewska (Cembalo)
Eintrittsprogramm: € 2,00

Julia Kirchner

 

Heldinnen?! ist das Motto des Konzertprogramms. »Held« – ein großes und pathetisches Wort, in dem altertümliche Vorstellungen von Ehre und Mut mitschwingen, ein Wort, das geradezu nach Oper verlangt. Doch welches sind nun die Eigenschaften, die man einer Frau zuordnet, um von ihr als »Heldin« zu sprechen? Letztendlich sind die Vorstellungen davon individuell und abhängig vom Kontext der Zeit sowie den damit verbundenen Wertevorstellungen.
Starke Frauen spielten seit der Entstehung der Oper um 1600 eine besondere Rolle. Heldinnen der antiken Mythologie, christliche Märtyrerinnen, Herrscherinnen und gelehrte Frauen boten Stoffe, die Librettisten gern aufgriffen und welche die Vokalmusik des 18. Jh. maßgeblich prägten. Diese Heroinen entstammten meist der Aristokratie – ganz nach höfischem Geschmack – und nahmen ihr Schicksal selber in die Hand statt sich passiv ihrem Leid zu ergeben. So auch in den Werken Georg Friedrich Händels und einiger seiner Kollegen, die mehr oder weniger eng mit ihm in Kontakt standen. Ihre Musik soll in diesem Programm erklingen.

22.03.2015 | 15.00 h: Zum 330. Geburtstag J. S. Bachs

- Johann Sebastian Bach: Contrapunctus 1 · Contrapunctus 3 (aus: Die Kunst der Fuge, BWV 1080)

- Anonymus: Fuge F-Dur über B-A-C-H

- Johann Sebastian Bach: Contrapunctus 6 a 4 in Stylo Francese · Contrapunctus 9 a 4 alla Duodecima (aus: Die Kunst der Fuge, BWV 1080)

- Johann Michael Bach: Auf, lasst uns den Herren loben

- Johann Christoph Friedrich Bach: Sonate A-Dur, Wf X/4 (BR-JCFB B 36)

- Carl Philipp Emanuel Bach: Der 130. Psalm, Wq 196 Nr. 36 (BR--CPEB H 24/36) · Jesus in Gethsemane, Wq 198 Nr. 29 (BR-CPEB H 34/29) · Über die Finsternis kurz vorm dem Tode Jesu, Wq 197 Nr. 29 (BR-CPEB H 31/29) · Passionslied, Wq 197 Nr. 2 (BR-CPEB H 31/2)

- Wilhelm Friedemann Bach: Sinfonia F-Dur, Fk 67 (BR-WFB C 2)

 

Stephan Heinemann, Bariton
Leipziger Barockorchester, Ensemble in residence
Konstanze Beyer, Violine
Almut Schlicker, Violine, Viola
Almuth Reinhold, Viola
Antje Sorger, Violoncello
Cornelia Osterwald, Cembalo, Orgel

Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Das Leipziger Barockorchester im Sommersaal

 

Jedes Jahr begeht nicht nur Bachs Geburtsstadt Eisenach seinen Ehrentag, sondern auch in Leipzig findet eine Vielzahl von Veranstaltungen auf und um den Thomaskirchhof statt. Bis heute pilgern unzählige begeisterte Menschen aus der ganzen Welt an seine Wirkungsstätten. Sowohl Eisenach und als auch Leipzig sind mit Reformation und Musik eng verbunden und das kulturelle Leben beider Städte wurde wesentlich von Luther, Bach und Telemann geprägt.

19.04.2015 | 15.00 h: Zwischen Venedig und Leipzig

Werke von J. Rosenmüller, J. P. Krieger u. a.
Georg Poplutz (Tenor), Johann Rosenmüller Ensemble, Leitung: Arno Paduch (Zink)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Georg Poplutz

 

Johann Rosenmüller begann 1640 sein Studium an der theologischen Fakultät der Universität Leipzig, nahm Musikunterricht beim damaligen Thomaskantor T. Michael, wirkte als Lehrer an der Thomasschule und als Organist an der Nikolaikirche. Sein Weg führte ihn nach Venedig, wo er 24 Jahre seines Lebens verbrachte, als Posaunist am Markusdom, Komponist und Kapellmeister. Deutsche Musiker, die sich auf ihren Reisen auch nach Italien begaben, wie zum Beispiel J. P. Krieger, wurden von ihm unterrichtet, seine Kontakte nach Deutschland rissen niemals ab.

03.05.2015 | 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach I

und Frühlingslieder
Alexandra Röseler (Mezzosopran, Moderation, Cembalo), Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00


Zukünftige Thomaner im Barockkostüm

 

Der Thomanernachwuchs zeigt, was er kann! In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden und auch das interessierte Publikum sängerisch mit einzubeziehen.

 

24.05.2015 | 15.00 h: 20 Jahre Leipziger Barockorchester

G. P. Telemann: Pimpinone oder Die ungleiche Heirat, TWV 21: 15 (Musikalisches Lustspiel)
Leipziger Barockorchester (Ensemble in residence), Konstanze Beyer (Konzertmeisterin)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Das Leipziger Barockorchester

 

Das Leipziger Barockorchester gründete sich 1995 und kann auf 20 Jahre intensive Konzerttätigkeit zurück blicken. Das LBO ist in dieser Zeit auch eng mit dem Bach-Archiv verbunden – als Begleitorchester des Internationalen Bach-Wettbewerbs, bei Kantatenaufführungen zum Bachfest und mit speziellen Programmen in den Konzerten im Sommersaal. Die fruchtbare Zusammenarbeit findet als »ensemble in residence« bis 2016 ihre Fortsetzung.

05.07.2015 | 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach II

Alexandra Röseler (Moderation, Cembalo), Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Zukünftige Thomaner im Barockkostüm

 

Der Thomanernachwuchs zeigt, was er kann! In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden und auch das interessierte Publikum sängerisch mit einzubeziehen.

13.09.2015 | 15.00 h: Musik aus der Himmelsburg

Werke von J. S. Bach, G. P. Telemann u. a.
Leipziger Barockorchester (Ensemble in residence), Konstanze Beyer (Konzertmeisterin)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Die Besonderheit des Sommersaales mit einer umlaufenden Galerie – einer Situation, die Johann Sebastian Bach in seiner Weimarer Zeit in der Schlosskapelle, der »Himmelsburg«, vorfand – ermöglicht dem Hörer ein einzigartiges Klangerlebnis, wenn von dort musiziert wird. In der »Musik aus der Himmelsburg« erklingen vorwiegend Kantaten und Kammermusik von J. S. Bach, die von den Musikern und Musikerinnen des Leipziger Barockorchesters auf historischem Instrumentarium sowie originalgetreuen Kopien dargeboten werden.

27.09.2015 | 15.00 h: Mitteldeutsche Barockmeister

Werke von J. M. Molter, J. B. Freisslich, J. S. Bach u. a.
Camerata Bachiensis: Julia Kirchner (Sopran), Roberto De Franceschi (Oboe, Traversflöte), Anne Kaun (Violine, Viola), Friederike Lehnert (Violine, Viola), Magdalena Schenk-Bader (Violine, Viola), Isolde Winter (Violoncello), Julia Chmielewska (Cembalo, Truhenorgel)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Camerata Bachiensis

 

Ein spannendes Forschungsgebiet für Musiker und Musikwissenschaftler sind auch weniger berühmte mitteldeutsche Komponisten und deren Werke, vor allem wenn es sich um Zeitgenossen J. S. Bachs handelt und sich Rückschlüsse zur Musizierpraxis im 18. Jahrhundert ziehen lassen. J. M. Molter, der ebenfalls aus Thüringen stammt, hinterließ eine Reihe an interessanter Instrumentalmusik und Kantaten, die vermutlich bis heute noch selten Wiederaufführungen erfuhren.

11.10.2015 | 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach III

Alexandra Röseler (Mezzosopran, Moderation, Cembalo), Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Zukünftige Thomaner im Barockkostüm

Der Thomanernachwuchs zeigt, was er kann! In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden und auch das interessierte Publikum sängerisch mit einzubeziehen.

25.10.2015 | 15.00 h: Zum Leipziger Stadtjubiläum

Musik des Collegium Musicum: Werke von G. Telemann, J. F. Fasch u. a.
Leipziger Barockorchester (Ensemble in residence), Konstanze Beyer (Konzertmeisterin)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Das Leipziger Barockorchester

 

Die Collegia musica, die im 17. und 18. Jahrhundert einen bedeutenden Beitrag zur städtischen Musikpflege Leipzigs leisteten und vornehmlich aus studentischen Musikern bestanden, wurden von bekannten Komponisten wie A. Krieger, J. Rosenmüller, J. Kuhnau und später von M. Hoffmann, G. P. Telemann, J. F. Fasch und J. S. Bach geprägt. In den Leipziger Kaffeehäusern, in denen man sich zum Musizieren traf, wurde vor allem Instrumentalmusik aufgeführt, aber auch einige der weltlichen Kantate J. S. Bachs sind dafür entstanden.

08.11.2015 | 15.00 h: Sonaten und Fantasien

Werke von Bach-Söhnen und J. E. Bach
Karoline Echeverri Klemm (Violine), Elina Albach (Cembalo)
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Der Eisenacher Organist und Kapellmeister Johann Ernst Bach war nicht nur ein Neffe und Patenkind Johann Sebastian Bachs, sondern genoss während seiner Leipziger Studienzeit in den späten 1730er Jahren auch dessen Unterricht. J. E. Bach zählt zu den wichtigsten Komponisten von Kirchenkantaten in der Zeit nach 1750. Sein umfangreiches Schaffen, zu dem auch wenig bekannte Kammermusik gehört, wird derzeit vom Bach-Archiv im Rahmen des Repertorium-Projektes verzeichnet.

06.12.2015 | 15.00 h: Aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach IV

und weihnachtliche Gesänge
Alexandra Röseler (Moderation, Mezzosopran, Cembalo), Thomaneranwärter und ehemalige Mitglieder des Thomanerchores
Kartenpreis: € 15,00 / ermäßigt: € 10,00

 

Zukünftige Thomaner im Barockkostüm

Der Thomanernachwuchs zeigt, was er kann! In einem unterhaltsamen Programm zur Bachfamilie erklingt Musik aus der berühmten Sammlung, sowohl gesungen als auch am Cembalo gespielt. Alexandra Röseler versteht es, Geschichten und Begebenheiten mit Wissenswertem zum Barockzeitalter und der damaligen Musizierpraxis zu verbinden und auch das interessierte Publikum sängerisch mit einzubeziehen.

off

simple div

simple div