»Mit Studiosi musiciret« – Bach und die Leipziger Universität

Sonderausstellung im Bach-Museum

26. September 2014 – 15. Februar 2015

 

Die Universitätskirche. Carl Sprosse, Aquarell, um 1870. Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Während seiner Zeit als Thomaskantor übernahm Johann Sebastian Bach stets auch musikalische Aufgaben an der Universität. Dazu gehörten die Kirchenmusik an hohen Feiertagen sowie die musikalische Gestaltung der vierteljährlichen Redeakte in der Universitätskirche. Außerdem gingen an Bach Auftragswerke für besondere Anlässe. Zu den eindrucksvollsten gehören die Trauerode »Laß Fürstin, laß noch einen Strahl« für die verstorbene Kurfürstin Christiane Eberhardine und die Motette »Der Geist hilft unser Schwachheit auf« zur Beerdigung des Thomasschulrektors Johann Heinrich Ernesti. Weitere Anlässe für Kompositionen boten Jubiläen von Professoren oder Huldigungen für die kurfürstliche Familie, zu denen oftmals opulente Freiluftmusiken, verbunden mit prächtigen Zeremonien, stattfanden. Darüber hinaus begeisterten Bach und sein Studentenorchester mit anspruchsvollen, auch kurzweiligen und amüsanten Programmen zahlreiche Besucher im Zimmermannschen Kaffeehaus oder Kaffeegarten.

Die Ausstellung zeigt originale Bach-Handschriften, Beschreibungen der Spielstätten und andere Dokumente sowie Grafiken, die das reiche Musikleben im Umfeld der Leipziger Universität anschaulich machen.

 

Die Ausstellung wird gefördert vom Packard Humanities Institute (Los Altos, California) und von der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e. V.

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